privatpraxis für prävention und therapie
fachpraxis für osteopathie
Stefan Schmitt MSc
Master of Science Osteopathie
Frank Millen HP
Heilpraktiker Osteopathie IFAO

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Osteopathie in der Geburtsvorbereitung und Nachsorge

Die Schwangerschaft führt im weiblichen Körper zu vielfältigen Veränderungen, die sich vor allem auf hormoneller Ebene dramatisch auswirken. In der Hauptsache lagert sich im Bindegewebe vermehrt Flüssigkeit ab, was zu einer Erweichung des Gewebes insgesamt führt und speziell am Kapsel-Bandapparat der Gelenke einwirkt. Häufige Folgen sind Kreuzschmerzen mit Ichialgien und Gefügelockerungen an den Beckengelenken (Ilio-Sakralgelenke) sowie der Symphyse, was ebenfalls ins Bein ausstrahlende Schmerzen verursachen kann.

In der Osteopathie wird in der frühen Schwangerschaft ausschließlich mit sanften Techniken an der Korrektur des Beckens gearbeitet und hier in der Hauptsache mit Lagerungstechniken. Eine Beeinträchtigung des Verlaufs der Schwangerschaft ist somit nicht zu befürchten und eine korrekte Beckenposition gibt später im Kreissaal dem Kreuzbein genügend Bewegungsspielraum um dem Durchtreten des kindlichen Kopfes keinen unnötigen Widerstand entgegen zu setzen. Statisch bedingte Geburtskomplikationen sind so vermeidbar.

Im gesamten Wirbelsäulenbereich sind vorhandene Spannungsfelder mit osteopathischen Techniken bis in die späte Schwangerschaft ausgezeichnet zu behandeln Stehen Diagnosen im Raum (Diabetes, HELP Syndrom,o.ä.) wird sich der Osteopath natürlich mit dem betreuenden Gynäkologen abstimmen.

Die osteopathische Begleitung der Schwangerschaft macht absolut Sinn und in Studien konnte eindrucksvoll eine deutliche Reduktion der Geburtsdauer bei gleich- zeitig besserem Outcome für die Neugeborenen fest- gestellt werden. Hier genügte eine Behandlung pro Trimenon.

Die finale Beckenkorrektur zur Vorbereitung der Geburt sollte idealerweise in der 38.sten SSW erfolgen.

Nach der Entbindung helfen die osteopathischen Techniken bei der Restabilisierung von Beckenring und Beckenboden und wirken so Senkungsbeschwerden und Inkontinenz entgegen. Das tragen eines Beckengurts in der Wöchnerinnen-und Stillzeit wird aus osteopathischer Sicht ausdrücklich Empfohlen, um im Rahmen der Rückbildungsgymnastik bessere Ergebnisse zu erzielen.

Fragen Sie gerne wenn es Unklarheiten gibt, wir freuen uns Sie auf diesem Weg zu begleiten.